
Gründen ohne Eigenkapital ist rechtlich möglich: Einzelunternehmen, Freiberuf und GbR verlangen 0 € Mindestkapital, die Unternehmergesellschaft (UG) startet ab 1 €. Schwieriger wird es bei der Finanzierung, denn Banken sehen Gründer ganz ohne eigene Mittel mit Skepsis.
Der Begriff „Eigenkapital“ wird dabei oft vermischt. Gemeint sein können das Stammkapital einer Gesellschaft, das Geld für die Anschaffungen des Unternehmens oder schlicht die Rücklagen, von denen der Gründer in den ersten Monaten lebt. Wer diese drei Ebenen trennt, erkennt schneller, wo tatsächlich eine Lücke besteht, und kann gezielt dort ansetzen.
Die Angaben zu den Förderprogrammen stammen aus dem Zeitraum Dezember 2025 bis 2026. Beträge sollten vor einem Antrag bei der jeweiligen Stelle geprüft werden.
Hinweis: Der Beitrag gibt einen Überblick und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzierungsberatung im Einzelfall. Vor Gesellschaftsgründung, Kreditantrag oder Antrag auf Gründungszuschuss ist eine Beratung bei einer Gründungsberatung, Kammer oder einem Notar sinnvoll.
Ohne Eigenkapital gründen: Was geht – und was nicht
Ohne Startkapital machbar sind Gründungen, die kaum Anfangsinvestitionen brauchen: Dienstleistungen, Beratung, Gestaltung, Handwerksleistungen mit vorhandenem Werkzeug, Tätigkeiten im Nebenerwerb. Einzelunternehmer, Freiberufler und die GbR brauchen kein gesetzliches Mindestkapital (Sparkasse, Ratgeber „Selbstständig machen ohne Eigenkapital“).
Nicht ohne Weiteres machbar sind Vorhaben mit hohem Vorabaufwand: Ladenlokal, Maschinen, Warenlager, Entwicklung eines Produkts. Hier fließt Geld ab, bevor die erste Rechnung bezahlt wird. Diese Lücke muss durch Fremdkapital, Förderung oder die Beteiligung Dritter gedeckt werden, und genau dafür verlangen Kreditgeber einen eigenen Beitrag.
Dahinter steht eine Unterscheidung, die viele Ratgeber auslassen:
- Eigenkapital der Gesellschaft: Stammkapital bei UG und GmbH, gesetzlich geregelt.
- Eigenmittel für das Vorhaben: Geld, das der Gründer in Anschaffungen und Anlaufkosten steckt. Banken fragen danach.
- Lebensunterhalt: Rücklagen für Miete, Krankenversicherung und Essen, bis der Umsatz trägt. Das ist kein Eigenkapital im Rechtssinn, entscheidet aber oft über das Durchhalten.
Eine Gründung kann bei der ersten Ebene 0 € verlangen und trotzdem an der dritten scheitern.
Rechtsformen und ihr Mindestkapital
Die Rechtsform bestimmt, wie viel Bargeld am Gründungstag vorliegen muss und wer haftet. Die Angaben stammen aus dem GmbH-Gesetz (§§ 5, 5a, 7) und der Darstellung der Sparkasse.
| Rechtsform | Mindestkapital | Bar bei Anmeldung | Haftung |
|---|---|---|---|
| Einzelunternehmen / Freiberufler | 0 € | 0 € | persönlich, unbeschränkt |
| GbR | 0 € | 0 € | persönlich, unbeschränkt |
| UG (haftungsbeschränkt) | 1 € | volle Einzahlung, nur bar | auf Gesellschaftsvermögen beschränkt |
| GmbH | 25.000 € | 12.500 € | auf Gesellschaftsvermögen beschränkt |
| AG | 50.000 € | nicht Gegenstand dieses Beitrags | auf Gesellschaftsvermögen beschränkt |
Wer ohne Geld startet und nicht persönlich unbeschränkt haften will, landet bei der UG. Beim Einzelunternehmen können Verbindlichkeiten des Betriebs das Privatvermögen erreichen. Bei größeren Verträgen oder Vorfinanzierungen spricht das für eine Kapitalgesellschaft, auch wenn sie mehr Aufwand bedeutet.
UG ab 1 Euro: Kosten, Rücklage, Grenzen
Die UG ist laut § 5a GmbHG ab 1 € Stammkapital möglich. Sie muss vor der Anmeldung voll bar eingezahlt sein, Sacheinlagen sind ausgeschlossen. Das ist der Unterschied zur GmbH, bei der Sacheinlagen zulässig sind.
Ein Stammkapital von 1 € heißt aber nicht, dass die Gründung 1 € kostet. Dazu kommen Notar und Handelsregister. Als Registergebühr für die UG-Eintragung werden 225 € genannt; die Notarkosten kommen hinzu und sind hier nicht beziffert. Wer mit nur 1 € Stammkapital startet, riskiert eine Überschuldung, weil die Gründungskosten das Kapital übersteigen. Daher gelten 500 bis 1.000 € Stammkapital als sinnvoll. Es handelt sich um eine Praxisempfehlung, keine Rechtsvorgabe.
Dazu kommt die Rücklagenpflicht. Die UG muss jährlich 25 % des um einen Verlustvortrag geminderten Jahresüberschusses in eine gesetzliche Rücklage einstellen, bis das Stammkapital 25.000 € erreicht (§ 5a Abs. 3 GmbHG). Diese Pflicht endet nicht automatisch, wenn die Rücklage 25.000 € erreicht. Sie endet mit einer notariell beurkundeten Kapitalerhöhung. Manche Anbieter formulieren verkürzt, bei der UG „verbleiben“ jährlich 25 % im Unternehmen, bis 25.000 € erreicht sind. Das verschleiert den Schritt der Kapitalerhöhung.
Auch ein häufiges Missverständnis bei der GmbH gehört hierher: Das Stammkapital beträgt bei der GmbH von Anfang an 25.000 €. Nur die Einzahlung vor der Anmeldung kann auf 12.500 € beschränkt sein. Der Rest bleibt als Einlageforderung der Gesellschaft gegen den Gesellschafter bestehen. Die Aussage, das Kapital werde „mit der Zeit“ von 12.500 auf 25.000 € erhöht, ist falsch.
GmbH ohne Geld? Sacheinlage und 12.500-Euro-Regel
Eine GmbH ganz ohne Geld zu gründen gelingt nicht. Die Gesellschaft braucht 25.000 € Stammkapital (§ 5 GmbHG), und vor der Anmeldung müssen mindestens 12.500 € eingezahlt sein (§ 7 GmbHG). Ein Ausweg ist die Sachgründung: Bei der GmbH sind Sacheinlagen zulässig, etwa ein Fahrzeug, Maschinen oder Rechte. Das setzt Vermögenswerte voraus, die tatsächlich vorhanden und bewertbar sind. Wer nichts einzubringen hat, löst das Problem damit nicht.
Eine Übersicht, die „GmbH benötigt 25.000 € (mindestens 12.500 € bei Gründung)“ schreibt, ist formal korrekt, aber unvollständig. Es fehlt der Hinweis auf zwei Alternativen: die UG mit kleinerem Stammkapital und die Sachgründung bei der GmbH. Bei der UG sind Sacheinlagen dagegen ausgeschlossen.
Für wen lohnt sich die GmbH? Sie bietet Haftungsbeschränkung ohne die Rücklagenpflicht der UG, verlangt aber das höhere Stammkapital. Die Jahreskosten einer GmbH hängen von Umfang und Berater ab und lassen sich nicht pauschal beziffern. Als Orientierung gilt: Vor einem Angebot der Steuerberatung sollte der Gründer den Umfang der Buchhaltung klären.
Finanzierung: StartGeld, Mikrokredit, Bürgschaft, Gründungszuschuss
Wo kein Erspartes vorhanden ist, kommen vier Wege in Betracht. Sie lassen sich als Stufen denken, die aufeinander aufbauen.
KfW-StartGeld
Das Programm ERP-Gründerkredit – StartGeld (067) bietet laut KfW bis zu 200.000 € Kredit, davon bis zu 80.000 € für Betriebsmittel. Die KfW hat die Höchstbeträge zum 1. Dezember 2025 von 125.000 auf 200.000 € und den Betriebsmittelanteil von 50.000 auf 80.000 € angehoben. Ältere Angaben mit 125.000 € sind überholt.
Weitere Eckdaten: StartGeld steht auch im Nebenerwerb und für Freiberufler offen und kann bis fünf Jahre nach Geschäftsaufnahme beantragt werden. Der Antrag läuft über die Hausbank und muss vor Vorhabenbeginn der jeweiligen Investition gestellt werden (foerderwiki.de); die Fünfjahresfrist bezieht sich auf die Geschäftsaufnahme des Unternehmens. Die KfW übernimmt 80 % des Kreditrisikos der Hausbank (Haftungsfreistellung, laut Förderportal foerder-welt.de). Die Laufzeit beträgt bis zu 10 Jahre mit bis zu 2 tilgungsfreien Jahren (Existenzgründungsportal des BMWE). Die Bank prüft dennoch die Tragfähigkeit.
Ein formales Eigenkapital verlangt die KfW für StartGeld nicht. In der Praxis erhöhen nach Angaben von BundesBonus 10 bis 20 % Eigenmittel die Bewilligungschance. Das ist eine Erfahrungsregel, keine KfW-Vorgabe.
Mikrokreditfonds Deutschland
Der Mikrokreditfonds Deutschland vergibt Darlehen bis 25.000 € an Kleinst- und junge Unternehmen (Existenzgründungsportal des BMWE). Er passt, wenn der Kapitalbedarf klein ist und für StartGeld der Aufwand oder die Anforderungen zu hoch erscheinen. Weitere Konditionen sind beim jeweiligen Vermittler zu erfragen.
Bürgschaftsbank
Bürgschaftsbanken sichern Kredite ab, wenn Bankensicherheiten fehlen (Existenzgründungsportal des BMWE). Sie ersetzen kein Kapital, sondern die fehlende Sicherheit, die die Hausbank sonst verlangt. Wie der Antrag im Einzelnen läuft, klärt die Hausbank oder die zuständige Bürgschaftsbank.
Gründungszuschuss
Der Gründungszuschuss (§ 93 SGB III) zahlt sechs Monate lang das zuletzt bezogene Arbeitslosengeld I plus 300 € monatlich. Danach können optional weitere 9 Monate à 300 € folgen, insgesamt höchstens 15 Monate (Bundesagentur für Arbeit, Fachliche Weisungen).
Voraussetzungen: ein Restanspruch auf ALG I von mindestens 150 Tagen, ein Tragfähigkeitsnachweis durch eine fachkundige Stelle und eine hauptberufliche Selbstständigkeit. Es ist eine Ermessensleistung ohne Rechtsanspruch, die Agentur kann also ablehnen. Wer Bürgergeld bezieht, hat darauf keinen Anspruch, das Einstiegsgeld ist eine andere Leistung. Der Begriff „Existenzgründerzuschuss“ ist veraltet, und eine Zahlung über „bis zu 15 Monate“ gibt es nur mit Nachweis für die zweite Phase.
Rechenbeispiele
Gründungszuschuss bei 1.800 € ALG I
Phase 1: (1.800 € + 300 €) × 6 Monate = 12.600 €. Phase 2: 300 € × 9 Monate = 2.700 €. Summe: 15.300 € als Höchstbetrag. Die zweite Phase ist nicht garantiert, sie hängt vom Nachweis ab. Auch die erste Phase ist eine Ermessensleistung und sollte nicht fest eingeplant werden.
UG: Wie lange bis zur 25.000-Euro-Rücklage?
Annahme: Gründung mit 1 € Stammkapital, jährlich 20.000 € Überschuss. Rücklage pro Jahr: 20.000 € × 0,25 = 5.000 €. 25.000 € ÷ 5.000 € = 5 Jahre. Das ist eine grobe Rechnung ohne Stammkapital und ohne Verlustvorträge. Die Rücklage allein macht die UG nicht zur GmbH, dafür braucht es eine notariell beurkundete Kapitalerhöhung.
Eigenmittelanteil bei 40.000 € Gesamtinvestition
Das BMWE empfiehlt, den Eigenkapitalanteil am Gesamtkapital nicht unter 20 % sinken zu lassen, die Sparkasse nennt 15 bis 20 % der Gesamtinvestition. Bei 40.000 € ergeben 15 % genau 6.000 € und 20 % genau 8.000 €. Das Fremdkapital beträgt dann 34.000 € bis 32.000 €. Beide Beträge liegen weit unter dem StartGeld-Rahmen von 200.000 €.
Bargeld am Gründungstag im Vergleich
| Rechtsform | Gesetzliches Minimum | Praxis |
|---|---|---|
| Einzelunternehmen / GbR | 0 € | 0 € |
| UG | 1 € | 500–1.000 € sinnvoll |
| GmbH | 12.500 € | bis 25.000 € |
Die Werte nennen nur das gesetzliche Minimum ohne Notar- und Registerkosten. Die Angabe „500–1.000 €“ bei der UG ist eine Praxisempfehlung, keine Rechtsvorgabe.
Was Banken wirklich verlangen
Auch wenn die KfW kein formales Eigenkapital vorschreibt, entscheidet die Hausbank über den Antrag und trägt 20 % des Risikos selbst. Banken prüfen die Tragfähigkeit des Vorhabens und die Eigenbeteiligung. Wer ohne jede Eigenmittel antritt, muss mit Zurückhaltung rechnen. Als Faustregel nennt das BMWE einen Eigenkapitalanteil von mindestens 20 % am Gesamtkapital, die Sparkasse 15 bis 20 % der Gesamtinvestition.
Auf die verbreitete Frage, welche Bank ohne Eigenkapital Kredite vergibt, gibt es keine seriöse Namensliste. Eine pauschale Zusage ist nicht zu erwarten, die Entscheidung fällt im Einzelfall. Was die Chancen verbessert: die Absicherung durch eine Bürgschaftsbank und ein eigener Beitrag, der nach einer verbreiteten Erfahrungsregel bei 10 bis 20 % liegen sollte.
Ähnlich bei der Frage, wie viel Kredit bei 3.000 € netto ohne Eigenkapital möglich ist: Eine pauschale Zahl lässt sich nicht nennen. Bei StartGeld prüft die Hausbank die Tragfähigkeit des Vorhabens, eine feste Kreditsumme je Nettoeinkommen lässt sich nicht nennen.
Kosten senken: Nebenberuf, Homeoffice, Franchise, Bootstrapping
Wo Eigenkapital fehlt, hilft vor allem ein kleiner Start. Vier Ansätze senken den Kapitalbedarf.
- Nebenberuflich starten: Das Gehalt trägt den Lebensunterhalt, das Unternehmen wächst mit dem Umsatz. Laut KfW-Gründungsmonitor 2026 sind mehr als zwei Drittel der rund 690.000 Gründungen des Jahres 2025 Nebenerwerbsgründungen. Nebenerwerbsgründer wenden laut Gründungsmonitor im Schnitt etwa 16 Wochenstunden für die Gründung auf, Vollerwerbsgründer 45 Stunden. Jede vierte Nebenerwerbsgründung zielt auf einen späteren Ausbau zum Vollerwerb (KfW-Gründungsmonitor 2025). StartGeld steht auch Nebenerwerbsgründern offen.
- Von zu Hause arbeiten: Büromiete entfällt. Rechts- und Steuerfragen der Heimtätigkeit sollten vorab geklärt werden.
- Bootstrapping: Erste Umsätze zur Finanzierung der nächsten Schritte nutzen, statt vorab zu investieren. Aufträge gegen Vorkasse oder Anzahlung verringern die Vorfinanzierung.
- Franchise mit Vorsicht: Behauptungen, Franchise gehe „ohne Startkapital“, sind nicht belegt. Franchise verlangt in der Regel Eintrittsgebühren, die vor dem Start fällig werden.
Die Zahl der Existenzgründungen stieg 2025 auf rund 690.000 nach 585.000 im Jahr 2024 (KfW-Gründungsmonitor 2026). Die 585.000 sind dabei Gründungen, nicht „Menschen, die gern selbstständig arbeiten wollten“, wie mitunter zu lesen ist. Der Monitor beruht auf einer Bevölkerungsbefragung (rund 50.000 Telefoninterviews), nicht auf einer Registerstatistik.
Gründen im Studium und im Alter
Beide Konstellationen haben ähnliche Kapitalfragen, aber unterschiedliche Schwerpunkte. Wer im Studium gründet, hat selten Ersparnisse und kaum Sicherheiten, kann aber den Lebensunterhalt durch Nebenjob oder Förderung decken und ein Vorhaben mit geringem Kapitalbedarf klein beginnen. Wer im Alter gründet, bringt oft Berufserfahrung und Kontakte mit, die Banken und Auftraggeber überzeugen, muss aber die Absicherung von Krankheit und Alter früh mitplanen. Zu Altersgrenzen oder studentenspezifischen Programmen hilft die Gründungsberatung der Hochschule oder Kammer.
Häufige Fehler
- Rücklage mit Eigenkapital verwechseln: Wer nur das Stammkapital der Gesellschaft plant, aber keine Mittel für den Lebensunterhalt, gerät in den ersten Monaten unter Druck.
- UG mit 1 € gründen und Gründungskosten übersehen: Notar und Registergebühr übersteigen das Kapital, was zur Überschuldung führen kann.
- Rücklagenpflicht für erledigt halten: Auch bei 25.000 € Rücklage bleibt die UG eine UG, bis die Kapitalerhöhung beurkundet ist.
- Gründungszuschuss fest einplanen: Es ist eine Ermessensleistung, die abgelehnt werden kann. Der Antrag gehört vor den Start des Unternehmens, nicht danach.
- StartGeld nach Vorhabenbeginn beantragen: Der Antrag muss vor Vorhabenbeginn über die Hausbank gestellt werden.
- Veraltete Beträge verwenden: StartGeld liegt seit 1. Dezember 2025 bei 200.000 €, nicht mehr bei 125.000 €.
Häufige Fragen
Ist es möglich, eine GmbH ohne Geld zu gründen?
Nur eingeschränkt. Die GmbH braucht 25.000 € Stammkapital, vor der Anmeldung müssen mindestens 12.500 € eingezahlt sein. Ganz ohne Bargeld gelingt es höchstens über eine Sachgründung, die aber vorhandene, bewertbare Vermögenswerte voraussetzt. Wer nichts einzubringen hat, scheidet aus.
Wie viel kostet eine GmbH im Jahr?
Eine pauschale Jahressumme lässt sich nicht nennen. Laufende Kosten entstehen vor allem durch Buchführung, Jahresabschluss und Steuerberatung. Sie liegen über denen eines Einzelunternehmens und hängen vom Umfang ab. Angebote sollten vor der Gründung eingeholt werden.
Für wen macht eine GmbH Sinn?
Für Vorhaben mit Haftungsrisiko, größeren Verträgen oder Geschäftspartnern, die eine Kapitalgesellschaft erwarten. Sie begrenzt die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen. Der höhere Verwaltungsaufwand und das Mindestkapital sind der Preis.
Welche Bank vergibt Kredite ohne Eigenkapital?
Eine feste Liste gibt es nicht. Gründungskredite wie StartGeld laufen über die Hausbank, die trotz 80 % Haftungsfreistellung durch die KfW die Tragfähigkeit prüft. Ohne Eigenmittel sinken die Chancen, eine Bürgschaftsbank kann fehlende Sicherheiten ersetzen.
Wie viel Kredit gibt es bei 3.000 € netto ohne Eigenkapital?
Für Gründungsfinanzierungen zählt nicht das Nettoeinkommen, sondern die Tragfähigkeit des Vorhabens. Eine feste Summe lässt sich nicht nennen, die Hausbank entscheidet im Einzelfall.
Welche Selbstständigkeit bringt viel Geld?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Wie viel eine Selbstständigkeit einbringt, hängt von Branche, Auslastung und Preisen ab.
Fazit
Ohne Eigenkapital gründen geht, solange der Kapitalbedarf klein bleibt: als Einzelunternehmer, Freiberufler oder GbR mit 0 €, als UG ab 1 € mit der Einschränkung, dass die Gründungskosten das Stammkapital übersteigen. Wer größere Beträge braucht, findet im KfW-StartGeld mit bis zu 200.000 € und im Mikrokreditfonds mit bis zu 25.000 € Optionen, die Entscheidung liegt aber bei der Hausbank. Gründer ohne Ersparnisse sollten zuerst nebenberuflich starten, ein Polster für den Lebensunterhalt aufbauen und den Antrag auf StartGeld oder Gründungszuschuss vor dem Start stellen. Ein eigener Anteil von 10 bis 20 % erhöht nach Angaben von BundesBonus die Bewilligungschance, selbst wenn er formal nicht vorgeschrieben ist.
Quellen
- KfW · ERP-Gründerkredit – StartGeld (067) · Abruf 12/2025
- KfW · Pressemitteilung: KfW erhöht ERP-Gründerkredit – StartGeld · Abruf 12/2025
- foerderwiki.de · StartGeld KfW 067 · Abruf 2026
- foerder-welt.de · KfW-Kredit Gründerkredit StartGeld · Abruf 2025
- Existenzgründungsportal (BMWE) · Startkapital · Abruf 2026
- BundesBonus · KfW StartGeld 067 · Abruf 2026
- GmbHG § 5 · Gesetze im Internet · Abruf 2026
- GmbHG § 5a · Gesetze im Internet · Abruf 2026
- Dirk Kreuter · UG gründen · Abruf 2026
- Sparkasse · Selbstständig machen ohne Eigenkapital · Abruf 2026
- Bundesagentur für Arbeit · Fachliche Weisungen Gründungszuschuss (§ 93 SGB III) · Abruf 2026
- IHK Erfurt · Gründungszuschuss Agentur für Arbeit · Abruf 2026
- KfW Research · KfW-Gründungsmonitor 2026 · Abruf 2026
- GründerMV · KfW-Gründungsmonitor 2025 · Abruf 2025
- Innovative Frauen im Fokus (BMWE) · Frauenanteil Gründungen als Einzelunternehmen · Abruf 2025


